Vor 50 Jahren gab es zum ersten Mal eine Ausstellung, die Schönheit von Natur mit menschlicher Anmut verband. Initiiert wurde sie 1975 in Potsdam von dem Fotografen Klaus Ender, der sein ganzes Leben lang eine enge Verbindung zur pommerschen Region und zur Insel Rügen hatte.

Die einst als Wanderausstellung konzipierte Werkschau hatte schon damals weit über 100.000 Besucher angezogen. Mit einer monatlichen Rückschau auf das Schaffen Klaus Enders soll an dieser Stelle an sein Wirken und seine Dokumentation von Natur & Anmut erinnert werden.

Sein erstes Aktmodell fotografierte Klaus Ender 1963 auf Rügen. Im Laufe seiner Karriere sollten es viele 100 werden. Bereits 1965 – noch als Amateur – veröffentlichte er sein erstes Bild in der beliebten Zeitschrift „Das Magazin“. Viele weitere folgten. Eine ästhetische und natürliche Auffassung prägen seine Aktbilder und üben einen besonderen Reiz auf den Betrachter aus.

Der Autodidakt erhielt 1966 auf Grund seiner fotogra­fischen Leistung die Zulassung für frei­schaffende journalistische Tätigkeit. 1979 zeichnete ihn der Welt­verband für Kunst­fotografie (FIAP) mit dem internationalen Ehrentitel ARTISTE FIAP (AFIAP) aus. Das Ministerium für Unterricht und Kunst in Wien stufte ihn 1982 als „Bildender Künstler der Fotografie“ ein. Heute gilt er als einer der wichtigsten deutschen Aktfotografen.

Das Foto „Im Sommerwind“ entstand 1964 am Strand vom Bakenberg auf Rügen (s. oben). Im Jahr 1966 erhielt es auf der VII. Internationalen Fotoschau der Ostseeländer (IFO) eine Ehrenurkunde.

Den Ostseestrand wählte der Naturliebhaber oft als Kulisse. Die Materie Wasser faszinierte ihn besonders. Seine Werke sind eine Komposition von Akt und Natur. Die Harmonie zwischen beiden war ihm ein großes Anliegen.

Wer mehr über den bildenden Künstler der Fotografie, Aktfotograf, Lyriker und Autor Klaus Ender (* 02.04.1939  † 18.03.2021) wissen möchte, dem sei die Seite zu seiner Biografie auf klaus-ender.de empfohlen.

Nachtrag:

Im Jahre 2022 entstand übrigens ein Film mit dem Titel „Klaus Ender – Wenn Bilder eine Seele haben…“ Auslöser für die Dreharbeiten war ein beiläufiges Gespräch über den Film „Ein Mann, der Bilder fühlt“. Dieser dokumentierte einst die Arbeit von Klaus Ender in der DDR. Doch: Jegliche Suche nach dem Filmstreifen aus dem Jahre 1976 verlief im Sande. Denn: Nach Enders Ausreise nach Österreich wurde der Film vernichtet. So begannen die Dreharbeiten zu einem zweiten Ender-Film im Jahre 2019…


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