Sie ist fast 5 Meter hoch: Die Skulptur vom Seemann mit dem hochgeschlagenen Kragen auf grauem Sockel, der trotz des Sturmes mit seinen kantigen Händen das Steuerrad ruhig aber fest auf Kurs hält. Am 19. Juni 1980 – also vor fast 45 Jahren – wurde das Denkmal aus Kupfer in Stettin eingeweiht.

Es wurde von dem Bildhauer Ryszard Chachulski geschaffen, der nach dem Kunstgymnasium in Gdingen u. a. die Akademie der Schönen Künste in Zoppot bei Danzig besuchte. In Stettin hat er gleich mehrere eindrucksvolle Werke, wie das Eisenbahnerdenkmal hinterlassen. – Auch hier steht der handelnde Arbeiter im Mittelpunkt seiner Darstellung – zum Gegenstand des Schaffens wurden Menschen, die aus dem Alltag nicht wegzudenken sind…

Doch sein Werk reduzierte sich nicht nur darauf – auch setzte er sich mit mythologischen Themen, wie dem Triglaff, einem der vorchristlichen Götter auseinander. Ein Abbild von Triglaff einer slawischen Gottheit, der auch ein Tempel geweiht worden sein soll, ist so 1967 auf der pommerschen Insel Wollin entstanden. Am 9. April 2012 starb Chachulski in Stettin, der Stadt, die ihm seit 1964 Heimat war.


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