
Am 22. Juni diesen Jahres ist Volker Koepp 80 Jahre geworden. Koepp, 1944 in Stettin geboren, kam mit seiner Familie zunächst nach Berlin, wo er die Schule besuchte. Nach Abitur und Lehre zum Maschinenschlosser in Dresden fand er seine Erfüllung jedoch durch ein Sonderstudium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg hinter der Kamera.
Im Leben des DEFA-Dokumentarfilm-Regisseurs – Foto oben: Koepp im Film „Landstück“ (Quelle: rbb / Vineta Film) mangelt es weder an Brüchen noch an Widersprüchen. Geprägt durch seine Flucht aus Stettin, seine Freundschaft zu Thomas Brasch, den „Feind der DDR“, seine SED-Mitgliedschaft, seine Arbeit als Filmregisseur, Autor und Produzent wurde er schnell zum „Kartograph des Erinnerns“, wie es der „Berliner Tagesspiegel“ einmal treffend formulierte. Diese drücken sich bereits ab 1975 mit dem ersten Teil „Mädchen in Wittstock“ in seiner letztlich siebenteiligen Dokumentarfilmreihe zur Stadt an der Dosse in der Prignitz aus.
Ab den 90er Jahren wandte sich Koepp dann dem Osten zu und wurde so zum wohl bedeutendsten Chronisten ostdeutscher Kulturlandschaften. Neben Streifen wie „Kurische Nehrung“ (2001) oder „Pommerland“ (2005) ist auch sein eigener Lebensweg, wie in „Berlin -Stettin“ (2009) Teil dieser Reflektion – die Aussagen der Menschen, die ihm begegneten, mit gewaltigen Bildern der Landschaften oder Rückblicken versetzt. Der letzte von über 60 Filmen – „Gehen und Bleiben“ (2023) – bewegt sich übrigens auf den Spuren des pommerschen Schriftstellers Uwe Johnsons.
Seit dem 19. Juni 2024 ist dem Filmschaffen Volker Koepps eine Werkschau von 12 Filmen in der ARD-Mediathek gewidmet, die um Heimat und Literatur, Geschichte und Gegenwart kreisen. – Sehenswert!






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